Die 40. Episode besteht aus zwei Teilen: Zum einen beschäftigen wir uns mit drei kleinen Hinweisen für das Spielleiten, die wir auf Einigen Seiten des Buches Eibon gefunden haben. Die drei Regeln lauten:

  1. Erwarte nichts
  2. Sei flexibel
  3. Schwimme mit dem Strom

Schon im Artikel verweist amel kurz auf Play unsafe und wir fügen aus dem Buch noch den ein oder anderen Hinweis ein. Im zweiten Teil des Podcastes greifen wir dann noch einige Fragen auf, die uns nachträglich gestellt wurden. Und nun viel Spaß beim hören.

 

Links zur Episode

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15 comments on “Episode 40 – Drei kleine Spielleitertipps

  1. Lichtbringer Jul 16, 2010

    Da ich schon einige Leute zum Rollenspiel bringen konnte, hier mal meine Erfahrungen dazu:
    Kampf- oder powergamerische Aspekte ziehen heutzutage kaum noch, weil sie zu leicht durch Videospiele emuliert werden können. Wenn ich Neulinge anwerben konnte, dann immer über die Geschichte, die Fantasie, die Interaktion mit Anderen oder die Darstellung einer Figur. Die klassischen Konfliktspielaspekte konnten niemanden längerfristig begeistern.

    Das hat zwei Folgen:
    Erstens spricht solches Spiel eher Erwachsene als Jugendliche an. Letztere sind eher für Kampfsimulationen zu begeistern, bleiben dann aber meiner Erfahrung nach selten dabei, sondern wechseln bald wieder zum Rechner. Deshalb steigt das Einstiegsalter an.
    Zweitens entspricht es durchaus meiner Erfahrung, dass Frauen auf Hack-and-Slay seltener stehen als Männer. Es gibt auch Powergamerinnen, aber unter den mittlerweile zwölf Frauen, mit denen ich bereits gespietlt habe, bildeten sie doch eine klare Minderheit. Durch den Abfall der Bedeutung des Konfliktspiels sollte die Frauenquote der Szene also langsam aber sicher ansteigen.

    Die Behauptung, dass Frauen besser männliche Charaktere darstellen können als im Gegenfall, kann ich aus eigener Erfahrung übrigens ebenfalls unterschreiben. Das könnte aber auch daran liegen, dass diejenigen Männer, die sich daneben benehmen, um ihren Sexmangel zu kompensieren, die Statistik reißen. So dumm das klingt, ich musste es erleben. Es ist kein schöner Anblick…

  2. Welche Rollenspiel-Systeme sollte man mal gespielt haben.

    Wie in der Sendung schon angesprochen kann man da kaum eine pauschale Empfehlung aussprechen, dafür ist der
    Markt viel zu groß. Interessante, eigenständige im Sinne von eigensinnige Systeme gibt es reichlich.

    Es ist wohl eine Frage welchen Spielstil man selbst, bzw. die eigene Gruppe pflegt.

    Daher hier meine persönliche Favoritenliste nach Spieler bzw. Gruppentyp:

    Powergamer und Simulationsfreaks – Harnmaster von Columbia Games engl. / Mania Productions dt.

    Storyteller und Schauspieler: Fate (z.B. Spirit of the Century von Evil Hat oder Legends of Anglerre von Cubicle 7

    Frustbomber und Stratege : Savage Worlds GE Prometheus Games bzw SW Exp.Ed. Pinnacle

  3. Wow, ein halber Podcast über einen so kurzen Artikel von mir. Danke 🙂 Eine schöne Diskussion habt ihr da geführt.

    Es ließe sich vielleicht ergänzen, dass die Regeln genauso für die Spieler gelten, wie für den Spielleiter. Ich hätte es auch zusammenfassen können mit: „Wenn alle entspannt sind, ist alles gut.“ Aber das wäre ein wenig kurze gewesen für einen kompletten Post 🙂

    Danke nochmal. Schöne Folge.

    amel

  4. Und wieder eine tolle Episode, vielen Dank!

  5. Hi! Das Teil, das du kurz vor dem Abspann erwähnst, ist Matt Finch’s „Quick Primer for Old-School Gaming“. Hier kostenlos runterzuladen: http://www.lulu.com/product/file-download/quick-primer-for-old-school-gaming/3159558

    Würde mich sehr interessieren, was ihr darüber denkt…

  6. Genau das ist es :-]

    Ja, wir müssen mal gucken wann wir zum Thema Old-School-Gaming etwas machen. Das wird sicher noch etwas dauern, aber es steht auf der Liste ;-]

  7. Da unsere Runden hier aus mindestens 50% Frauen bestehen will ich zumindest mal meine unmaßgeblichen aber deutlichen Erfahrungen diesbezüglich beschreiben:

    Punkt 1: Frauen können Männer spielen, andersrum gehts nicht. Das stimmt eindeutig. Wäre aber doch interessant woran das liegt? Meine Theorie wäre, dass in Film und Fernsehen hauptsächlich männliche Protagonisten vorgelebt werden, die sich zur Adaption im Rollenspiel eignen. Ist aber wie gesagt nur ne Theorie. 😉

    Punkt 2: Frauen haben andere Ansprüche an Rollenspiel. Auch das stimmt meiner Erfahrung – und der Aussage der Spielerinnen – nach.
    Zwar haben diese Frauen nichts gegen ein handfestes Geprügel einzuwenden, aber ein Spielerlebnis welches nur durch die Größe der Schulterplatten und Knarren sowie Macho-Gut-vs.-Böse definiert wird – dabei saßen die meisten Mitspielrinnen eher gelangweilt am Rand, während die Männer sich königlich amüsierten.
    Andererseits waren die Damen Feuer und Flamme bei intelligenten und tiefgründigen Zusammenhängen, Spannung und Grusel. Ich will nicht sagen dass die Ansprüche von weiblichen Spielern höher sind, aber sie sind auf jeden Fall anders.
    Soweit meine Erfahrungen.

    Und natürlich: Super Podcast, weiter so! 😀

  8. Ich muss noch reinhören *schäm*, aber bevor ich graue Haare kriege und sich meine Zehennägel einrollen, hier ein paar Gegenpositionen zu den Kommentaren…

    @Frauen: Also, ich habe auch schon Frauen gesehen, die mit ihren gegnern den Boden aufwischen und die an keiner Tür vorbeikamen, ohne sie einzutreten.

    Ebenso Frauen, die schlecht Männer, und Männer, die gut Frauen dargestellt haben.

    Auch ist DnD 4 international der Marktführer, sicherlich geschrumpft, aber mit so viel Vorsprung… Und ganz klar, dass dies ein System ist, dass eher für die von Lichtbringer scheinbar verurteilten Aspekte steht. Ich persönlich bin sehr froh über Pathfinder, dass tollen Fluff mit super Crunch verbindet. sprich, man kann nicht nur interessante Charaktere vor einem phantastischen Hintergrund spielen, nein, man kann darauf noch taktisches Rollenspiel packen 8frei nach der Bennenung von Florian Berger). Und auch narritative Rollenspiele, die trotzdem klare, taktisch versierte Regeln bieten, sind – zum Glück – auf den Vormarsch (und keine Goldene Regel #13-Monstren), hier sei stellvertretend barbarians of Lemuria oder auch western City genannt.

    Insofern mag der Trend nicht falsch sein, aber vor einer ganz anderen Kulisse.

  9. Lichtbringer Jul 18, 2010

    Verurteilt habe ich den Spielstil nicht. Ich mag ihn nicht sonderlich, aber prinzipiell soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden.

    Ich sehe bloß die Bedeutung dieser Aspekte schwinden. Und ich sehe sie bei Frauen seltener als bei Männern, bei Erwachsenen seltener als bei Jugendlichen. Das ist keine Wertung, sondern bloß eine Beobachtung.

  10. King Sparrow Jul 21, 2010

    Hi Leute!

    Ihr macht eure Sache gut! Auch diese Folge! Allerdings schade finde ich, das Shadowrun so schlecht bei euch weg kommt. Ich denke, da ihr ja offen gegenüber den Systemen bleiben wollt, spielt doch einfach mal Shadowrun. SOOOOO schlecht ist das ja nun auch nicht 🙂
    Grüße auf allen Frequenzen

    Marco

    P.S. Macthulu hat mir euren Podcast empfohlen 😉

  11. Zum Thema „Kundengewinnung“ Pen & Paper:

    Ich bin kein Rollenspieler (und schon gar kein MMORPGler! nur zum klarstellen 🙂 ), aber warum? Ich will doch spielen!

    Es wird einem Einsteiger einfach nicht leicht genug gemacht!

    Erstmal kenne ich in meinem Freundeskreis GARKEINEN, der auch nur schonmal was von P&P gehört hat! („Ein Rollenspiel? So SM Krankenschwester-kram kannst du mit deiner Freundin Machen!“)

    Wie ich dann überhaupt davon erfahren habe? In meiner Jugend hat mich beim Spielen von Diablo/Schatten über Riga einfach mal interessiert was ein Rollenspiel genau ist, und wo es herkommt. Aber es ist mir einfach nicht über den Weg gelaufen, dieses Pen & Paper Rollenspiel, und so ist es in Vergessenheit geraten…

    Videospieler sind meiner Meinung nach NICHT Zielgruppe nummer eins. Ich denke das eher Leute dazu zu bewegen sind, die sich für Brettspiele interessieren. Das liegt am spieltyp, am PC sitzt man alleine, Brettspiele werden in der Gruppe gespielt.
    Es ist ja schon schwer einen Videogamer vor ein Brettspiel/Kartenspiel zu setzten!

    Warum bekomme ich dann keine Rollenspiele, oder zumindest Werbung für solche, in Geschäften/Kaufhäusern mit Brettspielabteilung?

    Wie heist es? Regelbuch? Noch nie im BUCHladen gesehen! Trotz Buchbinderbreis, und 7% MwSt!

    Ich muss immer zu meinem Speziellen Händler für Trading-Cards, Tabletops und Rollenspielen fahren, der bekommt es ja auch hin in kleinem Maße ebenfalls Brettspiele und Fantasy/Sci-Fi Romane zu führt.

    Und habe ich den erreicht, aber nun mal keine Zeit zum Probespielen, oder es dauert mir zu lange, und ich muss daher selber einen Abend herrichten. Als Spielleiter, mit der Funktion meine Freunde gleichzeitig von P&P zu überzeugen, sonst bleibt das womöglich mein einziger Abend in diese Richtung.

    Das erste mal ein Rollenspiel, und dann gleich spielleiter? Aber welches System eignet sich denn? Anfängerfreundlich ist kaum eines! Shadowrun/cthulhu für Einsteiger sind der richtige Weg, bieten aber zu wenig für einen angehenden spielleiter, ohne den das spiel aber nicht funktioniert!
    DSA Regelwerk als PDF? welcher PC-Spieler tut sich die 300 Seiten an? Die wenigsten! Ein „DSA für Einsteiger“ als Papierversion im Karton hätten sicher mehr erreicht.

    Auch Gamesorbit würde im Spielwarengeschäft oder bei Karstadt (etc.) am tresen der Spieleabteilung sicher von dem einen oder anderen mitgenommen werden. egal was ihr von dem magazin halten mögt, es Informiert, und zeigt den leuten dass es noch was anderes außer PC, Brett und Karten gibt.

    Die als Download angebotenen Spieleinführungen und Beispielszenen haben mich davon überzeugt John Sinclair gerade als herangehender Spielleiter zu kaufen. wenn das buch diesem stil treu ist, ist das der richtige weg hin zum Neuling.

    Eine gute alternative zum heranführen an das klassische P&P sind meiner meinung nach Spielleiterlose-Systeme, die keine große Vorbereitungszeit erfordern. Und kurz sollte es sein. Als ich von Fiasco erfahren habe, war ich begeistert. Solche Spiele (Erzählspiele), je nach dem wie einfach oder komplex sie gehalten werden lassen sich besser in eine Brett/Kartenspiel-runde einbringen.

    Zusammenfassend:
    Pen & Paper Rollenspiele sind nicht auf Wachstum ausgelegt, da:

    1. Schlechte Vertriebswege
    2. Kaum/Keine Werbung
    3. Nicht Einsteigerfreundlich (genug)

    Ich für meinen Teil werde jetzt jedenfalls Das Regelwerk vom John Sinclair Abenteuerspiel lesen, um dann endlich meinen ersten Pen & Paper Rollenspiel abend hinter mich zu bringen. Ah! Schon wieder! Abenteuerspiel, nicht Rollenspiel! Die Komplexität der großen Systeme schreckt ab!

    (Ich wollte hier auf die Probleme und nicht die Ursache für diese eingehen. mir ist durchaus klar das ein Regelbuch mit einer Auflage von bspw. 2000 Exemplaren nicht in jedem Geschäft stehen kann. Ich selber kenne das Problem eines Nischenproduktes vom Anime-Markt)

  12. Manuel Jul 22, 2010

    Hallo,

    zum Thema „Oldschool“:
    Vielleicht betrachtet ihr das Warhammer Rollenspiel in seinen Inkarnationen mal. Das hat sich ja von Edition eins auf zwei kaum und dann zur dritten ziemlich stark gewandelt.

    Manuel

  13. „Verurteilt habe ich den Spielstil nicht. Ich mag ihn nicht sonderlich, aber prinzipiell soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden.

    Ich sehe bloß die Bedeutung dieser Aspekte schwinden. Und ich sehe sie bei Frauen seltener als bei Männern, bei Erwachsenen seltener als bei Jugendlichen. Das ist keine Wertung, sondern bloß eine Beobachtung.“

    Na, da bin ich ja froh – wobei ich endlich den Podcast angehört habe und die dort vorhandenen Meinungen am ende eher mit den meinen übereinstimmen.

    Das was Du da sagst, sind teilweise durchaus Trends, andererseits zeigt ja z.B. der erfolg von LabLord oder Dungeonslayers einen gewissenj Gegentrend, und im DS-Bord liest man ja von genug Neulingen in den Spielberichten.

    Auch wenn ich auf die weiblichen mitspieler aus längeren Runden nachdenke, na klar gibt es dort die „feinsinnigen Charakterspielerin“, aber eben auch die Spielerin, die dir die würfel vorn Latz knallt, wen hinter der Dungeontür ne Laberbegegnung streckt 😉 Ich kann hier kein allgemeingültiges Bild festmachen.

    Episode toll, Tipps teilweise hilfreich, teilweise zu sehr auf brestimmmte Spielztile ausgerichtet.

  14. Gebüsch Jul 29, 2010

    Danke schon mal für eure diversen Vorschläge. Cthulhu finde ich sehr interessant, da ich soweit alle mir bekannten Geschichten H.P. Lovecrafts gelesen habe (Ich liebe „Berge des Wahnsinns“).
    Leider konnte ich meine Mitspieler nie dazu überreden eines der Probe Abenteuer zu spielen. 🙁
    Was meinen genauen Interessenbereich betrifft so kann ich eingrenzen: Horror und Science Fiction.
    Natürlich stehen meine Ohren immer für abgefahrenere Settings offen, wie zum Beispiel Szenarien die sich mit alternativen Timelines beschäftigen („Was wäre wenn der Kalte Krieg nie aufgehört hätte?“; „Was wäre wenn England seine Vormachtsstellung nie verloren hätte und die USA immer noch britische Kolonien wären?“).