Ach, wer will zu dieser Jahreszeit nicht auf einer einsamen Insel stranden. Halten euch vielleicht Frost, Regen, Sturm, wilde Tiere, giftige Pflanzen, Kannibalen oder ein aktiver Vulkan ab? Falls nicht habe ich das richtige Brettspiel für euch… hatte ich eigentlich erwähnt, dass die Insel verflucht ist?

Link:

Danke an Pegasus Spiele für das Rezensionsexemplar!

Musik: „Suppressed Love“ aus dem Album „Liquid Sky“ von „Arising“ unter CC-Lizenz

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17 comments on “Rezi 15 – Robinson Crusoe – Abenteuer auf der Verfluchten Insel

  1. Christian Dez 16, 2013

    Danke für die Brettspielrezi, ich hoffe es wird mehr davon geben.
    Wir haben uns Robinson Crusoe auf der Spiel direkt zugelegt und finden es auch ein sehr gutes Koop-Spiel. Zu deiner Kritik, ja 5 Spieler hätte ich mir auch gewünscht aber ich finde es jetzt so schlimm. Zur Spielzeit, wir schaffen eine 2 Spieler-Runde in ca 90 Min. Ich kann mir vorstellen wenn man zu 4t spielt durchaus bis zu 3 Stunden spielen kann, aber es geht auch schneller.

    Zum Alpha-spieler-syndrom, das wird tatsächlich recht gut umgangen indem es meist mehr sinnvolle Aktionen gibt als erledigt werden können. Lediglich die besonderen Eigenschaften der Charaktere könnten Einfluss darauf haben wer am besten was macht.

    Macht bitte weiter mit den Brettspielrezis!

    • Mathias Dez 20, 2013

      Danke für das positive Feedback!

      Schön zu hören, dass die Spielzeit sich so deutlich senken lässt. Bei uns lag es bestimmt auch daran, dass immer neue Spieler dabei waren denen man erst ein wenig Hilfestellung geben musste.

  2. TiltingAtCthulhu Dez 16, 2013

    Hallo Mathias,
    Dankeschön für die Rezi! Sehr ehrlich und aufschlussreich, gut, dass du, obwohl du das Spiel offensichtlich magst, nicht die Problemchen übergehst. Das hebt den Nutzwert so einer Rezension weit über das, was man im Internet so gewohnt ist.

    Bei mir liegt Robinson Crusoe auch seit der letzten Spielemesse, leider treffe ich meinen harten Kern an Brettspielern erst wieder zu Weihnachten. Um es zu testen, habe ich auch einmal das Spiel aufgebaut und ein paar Züge solo gespielt, und vielleicht lag es an Glück mit den Gegenständen oder ich habe etwas falsch gespielt, aber es fühlte sich relativ einfach an alleine (man braucht ja überhaupt keine Nahrung zusätzlich zu der, die man jede Runde geschenkt kriegt).

    Ich kann sehr gut verstehen, dass du skeptisch bist, Brettspiele alleine zu spielen. Ich habe es außer bei diesem Spiel nur einmal gemacht (nämlich bei Agricola) und mein Freundeskreis hat sich trotzdem scheckig gelacht (der braucht gar keine Mitspieler mehr… hahaha). Das nächste Spiel, das ich erklären soll, schicke ich dann vorher per Post an alle Mitspieler zum Eigenstudium, ätsch :-p.

    Zum Thema Duell-Spiele: Ich fand sie früher doof, jetzt hab ich sie sehr in’s Herz geschlossen für:
    1. Leute, die oft und spontan verfügbar sind (Mitbewohner, Nachbaren). Einfach fragen „kommst heut Abend vorbei?“ und los.
    2. Leute, mit denen man andere Sachen unternimmt. Zum Beispiel zusammen in’s Fitness-Studio/Tennis/… –> danach ein Brettspiel.
    (Gilt natürlich auch für Beziehungs-Partner, aber mal im Ernst, viel Glück damit :D)

    Hat den Vorteil, dass beide Mitspieler dann auch ein Spiel zusammen besser kennen lernen, man da taktisch tief einsteigen kann (je nach Spiel) und man nicht das Problem hat, als Spielbesitzer seinem Gegenüber ständig die Socken auszuziehen, weil man das Spiel schon länger kennt und entsprechend besser spielt.

    VG,
    Michael K.

    • TiltingAtCthulhu Dez 16, 2013

      Also, mit „Spiel zuschicken“ mein ich die Spielregel… soooo gut bin ich dann finanziell doch nicht gestellt ;).

      • Mathias Dez 20, 2013

        Also ich hatte das Gefühl, dass im Solospiel die Tage so schnell rum sind, ohne dass ich viel schaffen (bauen, entdecken, jagen etc.) konnte. Verhungern war natürlich weniger das Problem, als zusätzliche Ressouren für das Dach bzw. Scenario zu sammeln.

        Ich beginne langsam die Faszination von 2-Spieler-Spielen zu verstehen… im Freundeskreis hat mir jemand kürzlich eine ähnliche Geschichte erzählt (dessen Brettspielpartner hat einen kurzen Weg und ähnlichen Spielgeschmack ^^). Bei mir hatte sich so etwas nie ergeben, aber ich werde nun sicherlich mit mehr Verständnis auf Duell-Spiele RÜcksicht nehmen!

        Zu deinem Punkt „Brettspielregeln per Mail“ werde ich bei der nächsten Rezi mal Stellung beziehen, da habe ich nämlich ein paar interessante Erfahrungen gemacht. ^^

        Danke für den ausführlichen Kommentar!

  3. Rezi hat gefallen und das schon vorhandene Interesse wieder genährt. Du sprachst von deutscher Wiederauflage – oder erschien es erstmals deutsch?

    Bei die Zwerge war es so, dass es ziemlich einfach war und erst die Erweiterung das Spiel deutlich schwieriger machte, wodurch ich es jetzt auch ganz gern spiele, also würde ich Dir bei der These beipflichten.

    • Mathias Dez 20, 2013

      Es gab tatsächlich schon 2012 eine deutsche Version von „Portal Games“! Zum dem Zeitpunkt, als ich langsam Interesse entwickelt hatte (Anfang-Mitte diesen Jahres) konnte ich aber schon keine deutsche Version mehr ergattern.

      Schande über mein Haupt, aber die Zwerge habe ich nie gespielt. Gibts da eine Empfehlung von der Greifenklaue? Ich muss mal prüfen, ob ich nach der Rezi noch einen guten Stand mit Pegasus habe… ^^

  4. André Dez 17, 2013

    Kleiner Hinweis mit der Creative Commons-Lizenz: Vereinfacht gesagt die Lizenzbedingungen verlangen, dass man den Lizenztext mitverlinkt (bei Jamendo ist der zugehörige Link mit den CC-Grafikelementen verknüpft). Gute Praxis ist es außerdem die Lizenzbedingungen zu nennen, da es ja unterschiedliche CC-Lizenzen gibt. Also hier beispielweise: „unter CC BY-SA 3.0

    Die Formulierung „unter CC-Lizenz“ findet man oft, selbst bei professionellen Medien, erfüllt aber mindestens mal ohne Angabe einer URI, also wiederum vereinfacht ein Link, (oder vollständige Angabe des Lizenztextes) die Vorgaben nicht, selbst wenn wie hier die Attribution korrekt angeben ist.

  5. Mir hat die Rezension ebenfalls sehr gut gefallen und dass das die erste war, hat man nicht gemerkt. Mir gefällt es sehr, dass Du auch die Rollenspielerperspektive eingenommen hast und auch mal über das Alleinespielen gesprochen hast. Das mache ich in der Tat auch nie. Ich flattre gleich mal.

  6. Kelron Dez 19, 2013

    Hallo Mathias,

    ich fand die Rezension sehr aufschlussreich und Du darfst das ruhig öfter machen 😉
    Auch ich fand besonders gut dass du den Schwächen und den Stärken ähnlichen Raum gegeben hast.
    Ich halte die Möglichkeit alleine gegen das Spiel zu spielen für eine große Stärke.
    Ob ich vor der Konsole, dem PC oder dem Spielbrett alleine zocke ist mir egal. Manchmal mag man nach einer Runde Dinge ausprobieren oder hat einfach Lust zu zocken obwohl gerade niemand zur Verfügung steht.

    Gruß,

    Christian

    • Mathias Dez 20, 2013

      Das Argument mit der digitalen Zockerei find ich ziemlich gut…

      Ich werde grundsätzlich zusehen, dass ich niemals den Punkt vernachlässige mit welcher Spielerzahl ein Brettspiel am besten ist. Ich finde es gibt viele Spiele, die sehr viele Möglichkeiten der Spieleranzahl möglich machen, aber eigentlich nur für bestimmte Spieleranzahlen wirklich gelungen sind.

      Danke für den Kommentar und den Hinweis die Solo-Spiel-Möglichkeit nicht zu vernachlässigen! ^^

  7. Ralf Wagner Dez 20, 2013

    Sehr schöne Rezension, hat mir wirklich gut gefallen. (Ich hatte eigentlich eine Rollenspiel Episode erwartet und war zuerst etwas enttäuscht über eine Brettspielrezension, das hat sich aber nach den ersten Minuten zuhören schnell geändert.)
    Ich hatte vorher schon von dem Spiel gehört, aber ich denke trotzdem, dass du den Inhalt gut rübergebracht hat. Den persönlichen Eindruck und die persönliche Bewertung haben mir auch besser gefallen, als nur die Spielmechanismen zu besprechen.

  8. Mathias kann tatsächlich eine komplette Folge System Matters alleine tragen, sonst hätte ich mir seine Besprechung nicht vollständig angehört. Interessant, informativ, nicht ausufernd – gerne wieder. Allerdings interessieren mich persönlich Brettspiele wenig bis gar nicht; die wenige Zeit mit anderen Spielern, die ich mir ertrotze, nutze ich nach Kräften für Rollenspiele. Als Element in normalen SM-Folgen lausche ich gerne mal einer kurzen Besprechung, aber Brettspiele müssen nicht unbedingt das dominierende Thema werden.

  9. Die Tatsache, dass Robinson Crusoe sich so gut alleine spielt, ist für mich ein Hauptkritikpunkt: Es bringt gar nichts, es zu mehr zu spielen. Wie bei vielen Koop-Spielen übernimmt einfach meistens der erfahrenste Spieler die Führung und der Rest zieht mit. Die Komplexität ist mir auch negativ aufgefallen, leider unterscheiden sich viele Koop-Spiele nur dadurch von ihren Vorgängern, dass sie mehr Stellschrauben haben, an denen man drehen kann. Das Resultat ist in Wirklichkeit nur Kompliziertheit, keine echte Komplexität. In Wirklichkeit kann man die Konsequenzen des eigenen Handelns gar nicht mehr vernünftig einschätzen.
    Das führt letztlich dazu, dass keine Spannung aufkommt. Ein gutes Koop-Spiel muss für mich Druck aufbauen und Spannung produzieren. Crusoe hat mich, auch wegen der Länge und Kompliziertheit, gelangweilt. Drei Stunden halte ich das auf keinen Fall aus, das trägt das Spiel nicht.

    Danke für die Rezi! Ich muss nur sagen: Du sagst sehr oft „ich muss sagen“. 😉